Maselli: Süditalienische Spezialitäten an der Gneisenaustraße

RIstorante Maselli © FM Rohm

RIstorante Maselli © FM Rohm

Italienische Küche jenseits des Standard-Angebotes findet man selten in Berlin. Da ist sehr erfreulich, was die Köche des „Maselli“ an der Gneisenaustraße an Spezialitäten aus Apuliens Küche anbieten. Allein ein Dutzend kleiner Vorspeisen stehen in dem mit schwarz gestrichenen Tischen und Stühlen eingerichteten Lokal auf der festen Karte. Eine Handvoll Tagesgerichte und Desserts werden per Schiefertafel annonciert.

Beim Besuch beschränkte sich die Bestellung auf Anitpasti, und das war genau richtig. Bei der Parmigiana hatten die dünnen Scheiben von Auberginen, geschichtet mit Parmesan und würziger Tomatensoße noch Biss und schmeckten köstlich, 4,50 Euro. Kühl, cremig und sahnig auf der Zunge zergehend war dann die Stracciatella di Burrata, die süditalienische Mozzarellasorte einer speziellen Büffelrasse. Mit Kirschtomaten, Basilikum und gebratenen Zucchini verfeinert, ein außergewöhnlicher Genuss für 5,50 Euro. Heiß und deftig mit einer Spur Knoblauch servierte der freundliche Kellner schließlich das Püree aus Saubohnen, vier Euro. Dazu gab es hausgebackenes Brot, saftig und mit fester Kruste.

Bei den Hauptspeisen machten Bombette neugierig, Bällchen vom Schweinenacken, gefüllt mit Pecorino und Caciocavallo-Kuhmilchkäse, sowie die hausgemachte Kalbs-Salsiccia, 11,50 und 14,50 Euro. Auch die Weine stammen aus dem Süden Italiens. Je drei offene Rote und Weiße kosten 5,50 Euro das 0,2-l-Glas.
Der aus Bari stammende Besitzer Gerardo Maselli lebt seit mehr als 15 Jahren in Berlin. Er kochte im Cibo Matto, war Küchenchef im Sale e Tabacchi und wollte ein Ristorante mit authentischer Küche führen. Das ist ihm mit dem „Maselli“ gelungen. 

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