Café im architektonischen Kleinod am Friedenauer Südwestkorso

Vier Jahre hat die Total-Sanierung durch das Bezirksamt gedauert. Dann konnte im Juli ein gastronomisches Kuriosum und Treff von Liebhabern besonderer Orte wieder eröffnen. Im „DeBatchi“ genießen die Gäste nun an wenigen Sitzplätzen innen und 80 Terrassenplätzen im Garten rund um das architektonische Kleinod Kaffee, Kuchen und Stullen in einmaliger Atmosphäre genießen.
Celine Salzmann hatte sich auf den Betrieb des ehemaligen Straßenbahnerhäuschens und Zeitungskiosk aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts beworben. „Meine Eltern haben einen Blumenladen um die Ecke, ich liebe dieses Fleckchen am Liane-Berkowitz-Platz“, sagt die 31-Jährige. Als gelernte OP-Schwester wollte sie „raus aus der Mühle des Krankenhauses“ und hat sich einen Traum verwirklicht.

Nun steht sie von 10 Uhr morgens bis 18 Uhr an sechs Tagen die Woche im kleinen Selbstbedienungsausschank. Hinter ihr glänzt eine feuerrot-chromblitzende La Marzocco-Siebträger-Kaffeemaschine, der Ferrari unter den Kaffeemaschinen. Die Investition hat sich gelohnt, mit dem Kaffee der kleinen Schmargendorfer Rösterei „JOCaffè“ kommen köstliche Kaffeespezialitäten in die ebenfalls feuerroten Tassen.

Unterstützung erhält die junge Frau von ihrer Mutter. Frau Salzmann backt in der kleinen Küche ausgezeichnete Kuchen und Torten, um 4,50 Euro, vom klassischen Käsekuchen über Schokoladentorte bis zum bei den Gästen sehr beliebten Kalten Hund. Neben Croissants können die Gäste ihren Hunger mit Stullen stillen. Als Brot dient das ausgezeichnete Sauerteigbrot der Schöneberger Bäckerei „Johann“. Im Angebot sind Thunfisch-Frischkäse, Thymian-Mozzarella oder Ziegenkäse-Chorizo, 7,80 Euro die Stulle.
Alkohol wird nicht ausgeschenkt, aber es gibt für den Apero im Gartenkies gute Alternativen wie alkoholfreien Gin mit Holunder oder Volée, ein alkoholfreier Aperitif auf Basis von unfermentierten Chardonnay-Trauben, mit Auszügen aus Bergpfirsich, Holunderblüten, Grapefruit und Pomeranze.
Der Name „DeBatchi“ übrigens soll das dritte Wort nach „Mama“ und „Papa“ von Celine Salzmann gewesen sein. Was es bedeutet? Hat die junge Frau vergessen.
Südwestkorso 62A, Friedenau, Do.-Di. 10-18 Uhr, www.debatchi.de