Unter 25 Euro: Bar Brass

Kunstvolles Lunchvergnügen in der Kunstgießerei Noack

Bar Brass: Jakobsmuscheln; Avocado, Passe Piere-Algen, und Sauerteigbrot mit orientalischem Aufstrich.

Kunst und Kulinarik bringt Hermann Noack an der Charlottenburger Spree zusammen. In vierter Generation steht er Berlins bekanntester Bildgießerei vor. Neben der Gießerei, die unter anderem für Künstler wie Markus Lüpertz, Henry Moore oder Käthe Kollwitz Skulpturen goss, befindet sich das Café-Bistro-Restaurant „Bar Brass“.

Im halbrunden, kirchenschiffhohen Raum dominieren Sichtbeton und Glas, durch das viel Licht in den schicken Schankraum fällt. Schöne Reminiszenz: Die stilvollen Holztische wurden zum Teil aus ehemaligen Werkbänken vom alten Standort in Friedenau gefertigt. In den angrenzenden Ausstellungsräumen werden teils hochkarätige Künstlerinnen und Künstler vorgestellt.

Architektonische Augenweide: der Innenraum der “Bar Brass”.

„Französisch inspiriert und offen für Neues“, beschreiben die Küchenchefs Sathy Palenthiralingam und Reza Daeinabi, beide kannten sich aus der Küche des „Dieckmann“ in der Meineckestraße, ihre Küchenphilosophie. Von Beginn an boten sie einen Lunch für Mittagshungrige aus der näheren Umgebung. Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis haben sich herumgesprochen.

Offeriert wird Montag bis Samstag zwischen 12 und 15 Uhr ein halbes Dutzend Gerichte, die unter der Woche täglich wechseln. Zwei Vorspeisen, drei Hauptgerichte mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch, und ein Dessert stehen auf der Karte und am Vorabend im Internet.


Gegart, geschmort, gebraten wird in der offenen Küche auf einem enorm großen Molteni-Herd. In der Regel stehen ein halbes Dutzend Vorspeisen zur Wahl, von irischen Felsenauster über Kalbsbries mit Sellerie und Kräuterseitlingen, 16 Euro bis zu Jakobsmuscheln mit Avocadocreme, Passe-Pierre-Algen, 18 Euro. Um 20 Euro kosten die Hauptgänge, Scholle, perfekt an der Karkasse gebraten, oder Kürbiskern-Risotto.

Für Mittag etwas gefährlich ist die Weinkarte mit mehr als 600 Positionen. Erfreulicherweise gibt es aber auch 0,1 Portiönchen.

Beim Abendmahl und Degustations-Menü ab 18 Uhr bewegen sich die Preise für Fine-Dining-Gerichte wie Schottischer Lachs mit Rote-Bete-Couscous und Brokkolini oder Brandenbuerger Reh mit Kräuterseitlingen und Haselnuss erheblich mehr Richtung Norden.

Bar Brass, Am Spreebord 9, Charlottenburg, Tel. 38 30 32 00, Mo.-Sbd. 12-23 Uhr, www.barbrass.de

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